Lara

Tatsächlich ist Lara Schuld das es so gekommen ist. Irgendwann im letzten Jahr habe mich ich entschieden bei einem Workshop in Sachen „Sensual Portrait“ mitzumachen, und die junge Dame war an diesem Tag unser Model.

Irgendwie veränderte sich ab diesem Tag mein ganzes Wirken. Ich hoffe, dass viele von Euch diese Erfahrung machen durften, egal in welchem Umfeld. Ich wusste auf einmal  was ich machen wollte, auf einmal hatte ich meinen Platz gefunden. Sicherlich keine neue Erfindung in Sachen Fotografie, es sind bestimmt sehr viele in dieser Art der Fotografie unterwegs, und bestimmt viele verdammt gut. Aber das ist für mich nicht wichtig ! Menschen um mich herum, so wie ich sie mag, unverstellt und unverblümt. Nicht aufgesetzt, einfach natürlich und menschlich. Zeit spielt keine Rolle, vieles voneinander erfahren und nebenbei ein paar Bilder machen. Diese Momente sind wundervoll, wenn ich auf die Ergebnisse blicken darf, die einen Menschen so zeigen, wie ich ihn sehe. Ebenso schön ist es die überraschten Blicke und Reaktionen der Menschen zu erfahren.

Tatsächlich sind es die Momente, die etwas anders sind, anders als diese kontrollierten Bilder, wie sie ein jeder von uns tagtäglich in den Medien sieht.

Supergerne zeige ich hier die Bilder aus meiner ersten Arbeit in diesem Genre. Ich freue mich über viele Erfahrungen, mit vielen von Euch.

Und…, ich werde in regelmäßigen Abständen neue Serien zeigen, darum… meldet Euch ruhig an.

Geniest die Zeit , Tom

www.thomas-buenning.de

Reich und berühmt

Reich und berühmt

Na gut, träumen darf auch ich !  Das Schöne an diesem Job ? Ich darf das machen, was mir Spaß bringt. Ich bin tagtäglich mit Menschen zusammen, also dann, wenn ich nicht völlig stumpfsinnig in meine Bildschirme starre und Bilder bearbeite, oder noch schlimmer, Buchhaltung und Steuern machen muss. Ich darf über diese Menschen wundervolle Dinge erfahren, an tollen Orten sein und eben diese Menschen mit einem Strahlen in den Augen wieder nach Hause lassen. Reich werde ich nicht, reich bin ich in diesen Momenten.

Und sonst ? Ich gehe mit dem Bewußtsein, dass auf den Speicherkarten der Kamera so tolle Ergebnisse sein werden, dass ich es in der Regel gar nicht abwarten kann, schnell einmal drüber zu gucken. Meist am selben Abend ! So zwei drei Stück, für die neugierigen Augen des Models und mit eben diesem Stolz ab damit in die große weite Welt.

Als ich mich entschied, künftig nur noch so zu arbeiten, wie ich es heute tue, habe ich in einem kleinen Anfall von Wahnsinn mal auf Facebook rumgefragt, wer Lust hat, mir mir zusammen zu arbeiten. Ich hatte in der Tat nicht erwartet, so viel Zuspruch und Wünsche zu erhalten. Diese Liste ist nicht vergessen, seid Euch sicher, und ein jeder wird von mir hierzu auch noch was hören. Versprochen ! Es kann leider nur etwas dauern, aber es passiert !!

Und alle anderen, die sich entscheiden, mit mir zusammen „without color“ zu erweitern, bewerbt Euch bitte.

Kurze Werbung in eigener Sache !  Die Shootings können auch gebucht werden, dann geht es schneller. Guckt Euch dazu auf der Homepage um www.thomas-buenning.de

Das Jahr 2017 war ereignisreich.  Leider etwas wenig in Bezug auf die Tanz-Shootings, das wird 2018 auf jeden Fall wieder mehr werden. Nochmal versprochen ! Aber dafür waren die Orte wieder besonders , mir ist besonders Dresden in Erinnerung geblieben (Danke Annalisa), hier in Hamburg an den abgelegensten Orten oder auch im Spiegelsaal im MKG (besonderen Dank an die Mädels vom Ballett Winny und Kristina) und dann noch Nako auf den Bahnhöfen in der Hafen-City und Kiki ebenso. Wenn ich so drüber nachdenke, werden es doch eine Menge mehr. Toll !!!

Tja, und dann hatte ich das Vergnügen bei einem Workshop in Dresden in der Semperoper dabei gewesen zu sein und tolle TänzerInnen der Palucca-Schule zu fotografieren. Das weitere Highlight war der Workshop mit Andreas Jorns, der mich maßgeblich beeinflusst hat.

Danke an alle Freunde und Bekannte, ich freue mich auf ein glückliches und vor allem friedvolles Jahr 2018. Ganz besonderen Dank an meine Frau, die mich immer wieder unterstützt, und an meiner Seite ist

Auf einmal ist das hier ein Resümee geworden. Hätte ich nicht gedacht. Dabei wollte ich Euch nur wieder etwas einfangen, herunterholen in dieser hektischen Zeit und mit schlauen Sprüchen ein Lächeln in Eure Gesichter zaubern. Vielleicht habt Ihr Euch ja auch ein wenig abgeholt gefühlt, um so schöner.

„Kann ich noch meine Träume sehen ?“  Ich schließe die Augen und sehe !

Euer Tom Bünning

Ganz viel Nacktes und Mainstream

Ganz viel Nacktes und Mainstream

Tatsächlich ist mir dieser Titel in der U-Bahn eingefallen, da ich mir mal wieder Gedanken um das ganze Drumherum von Bildern und Erreichbarkeiten gemacht habe.

Mal ehrlich ! Wie geht es Euch beim Thema Bilder ? Wer hat nicht schnell geklickt als das Wort „Nacktes“ erkennbar wurde ? Wonach geht Ihr eigentlich in der Bewertung von Bildern in Facebook oder Instagram ?

Wie wir getrieben werden, mit Informationen überfrachtet, mit noch mehr Eindrücken, dass bemerkt sicher jeder / jede.  Und ? Tut Ihr was dagegen ?

Mich interessiert es brennend warum Bilder geliked (richtig geschrieben ?) werden ? In einer Vielzahl nehme ich an, dass dies „nur“ geschieht, da die Person einem bekannt ist. Guckt Ihr Euch das an, und ist das Klicken eine Reflexhandlung ? Oder gibt es tatsächlich ein „schön finden“ ?

Ich weiß, ich bewege mich auf dünnem Eis, möchte keinem auf die Füsse treten, obwohl warum eigentlich nicht !  Eines noch vorweg, es gibt kein richtig und falsch, wahrscheinlich denken sich auch einige, was der da schon wieder schreibt ! Aber guckt Euch das doch mal an, was da so in der großen weiten Welt des Internets offenbart wird. Wenn es um die typischen Facebook-Bilder geht, sehen diese doch alle gleich aus. Getauscht wurde nur die darstellende Person. Vieles hat den Charakter wie aus dem Modekatalog. Okay wenn es das ist, wie Ihr aussehen wollt, dann ist jetzt Schluß mit dem Lesen.  Alle anderen scrollen weiter !

Dieser Mainstream geht mir ziemlich auf dem Keks. Und das liegt daran, da ich viele der Menschen hinter den Bildern kenne. Wenn sich mal nicht verstellt wird, wenn für einen Moment die Kontrolle verloren geht, kommen Gesichter und Menschen zum Vorschein. Das ist Fotografie für mich, diese Bilder zeigen Euch, und nicht eine Maske.

Nackt ! Gutes Stichwort ! Ich achte sehr auf Eure Natürlichkeit und das authentische in Euch, da gibt es kein / oder nur wenig / verstecken hinter dem Make Up. Wer ist eigentlich heute so mutig und stellt sich ungeschminkt ? Wer zeigt sich mit all seinen Möglichkeiten ? Alles beginnt hinter dem Make Up und steigert sich in die Klamotten. Der Schritt zur vollkommenen Nackheit ist dann nur noch ein kleiner.

In der letzten Woche habe ich mir ein neues Buch von Peter Lindbergh gegönnt „Shadows on the wall“ ; Berühmtheiten über Berühmtheiten ! Und alle haben tiefe Einblicke in ihr Seelendasein zugelassen. Ungeschminkt, mutig, vertrauensvoll, mit wenigen Worten EINFACH SCHÖN ; es ist um ein Vielfaches intimer…

Peter Lindbergh sagt : “ You are beautiful, when you have the courage to be yourself“

Ich wünsche mir Menschen, Gefühle und Momente, die Ihr mir geben möchtet. Bilder sind die Wahrheit und nicht die Traumfabrik, die abends wieder zugeschlossen wird.

Liebste Grüße, Tom Bünning

 

Bild: Angela

Mein Antrieb

Gerade war da mal wieder einer dieser Gedanken, und schwups ist er wieder weg. Dabei bin ich doch schon dabei, mir immer neue, tolle Zitate gleich aufzuschreiben, um alles was so richtig inhaltsvoll wirkt, mitteilsam zu behalten. Ich will doch auch so wichtig sein 😉

Klappt nicht, ich glaube, ich müsste immer einen Zettel in der Hosentasche behalten.

Sei´s drum. Kommt wieder, und irgendwann überholt mich ein neuer toller Gedanke.

In meiner Fotografie möchte ich Euch darstellen. Ihr sollt Euch finden und vor allem Euch entdecken. Es ist für mich einer der schönsten Momente wenn aus einer gemeinsamen Arbeit Zuspruch erwächst, wenn es heißt, „es war so entspannend und einfach mit Dir zu arbeiten und Spaß zu haben“  Schrieb ich schon, dass ich gar nicht so viel dazu beitrage ? Es liegt doch nur daran, dass ich Menschen um mich herum mag, und ich mich vor allem für sie und deren Leben interessiere. Wer das nicht tut, hat in der Portraitfotografie sowieso nicht zu suchen und soll Blümchen aufnehmen.

Was wollte ich schreiben ?  Vieles geht mir im Kopf herum, und eigentlich möchte ich Euch und der ganzen Welt dies offenbaren. Aber nur, weil es so toll ist ! Gestern hatte ich in außergewöhnliches Telefonat (ihr erinnert, dass sind diese Dinger, wo man sich direkt austauschen kann, ohne auf virtuelle Tasten zu tippen) mit einer super Frau aus der Ecke Leer. Leider haben wir uns noch nicht kennengelernt, also so Auge in Auge, doch seit (ich glaube) drei Jahren sprechen wir immer mal wieder. So auch gestern. Es wurden 45 wunderbare Minuten. Was ich in dieser Zeit an Zuspruch und Unterstützung erhalten habe, ist nicht in Worte zu fassen. Diese Menschin hat mir zu verstehen gegeben, was für eine Wirkung meine Bilder auf sie haben, was ich als Fotograf in ihr damit auslöse und, jetzt werde ich rot, ich bloß so bleiben soll, tiefgründig und sensibel, und auf mich aufpassen soll. „Farbe aus“  !  Und um noch einen draufzusetzen, erfahre ich, dass ich wohl jemals der einzige darf, der sie irgendwann mal fotografieren darf.

Danke Dir Bine !   Selten zuvor habe ich ein solches Kompliment erhalten

so, jedes Wort nun wäre eines zu viel, die nächsten Gedanken müssen warten

Ich wünsche Euch einen ereignisreichen Tag

Tom

ich ?

Ist ja gar nicht so einfach, immer die richtigen Worte zu finden. Deshalb – raus damit…

In den Vorberichten war ich nun schon vielfach auf die Umstände eingegangen, weshalb ich diese Art der Fotografie gewählt habe, weshalb black and white (und dann noch so eine tolle Titelwahl „without color“ ) , was mich an Euch als Menschen fasziniert, und und und …

Tatsächlich bemerke ich jedoch die wichtigste Sache am Tag des Shootings selbst.

Ankommen, Studio angucken, Koffer / Tasche auspacken, Sachen zeigen, anfangen wollen. NICHTS DA ! Bei mir gibt es vorweg einen Kaffee, evtl. ein zweites, drittes Frühstück, oder Mittag, und dann noch einen Kaffee. Das verwirrt, weil viele von Euch es so nicht kennen. Da ist der Koffer vollgepackt, und alles will gezeigt werden, vor allem muss alles auf die Bilder kommen, da bleibt nicht viel Zeit.

Doch !  Gerade dieses entspannte Vorgehen bringt uns noch näher und ermöglicht uns viele intensive, schöne, vor allem, authentische und menschliche Bilder. Und das schöne ist außerdem, wir brauchen keinen Koffer voller Outfits, es reichen wenige Kleidungs-stücke, ggf. auch mal keine, um zu Ergebnissen zu kommen.

Ich mache doch Portraits, dann muss ich mich doch vor allem für eines interessieren. Für den Menschen vor der Kamera !  Na klar, es sind hübsche Bilder die in dem Barbie-Stil von Facebook entstehen, doch seid das ihr ?

Wenn es gewollt ist, Pictures zu erhalten, die Euch in den Zwischenmomenten zeigen, dieser Moment, wo ihr für einen Augenblick die Kontrolle aufgebt, bekommt ihr euch.

Vielfach, nee eigentlich immer, ist die Verwunderung meines Models groß, wenn es an die Bilderauswahl geht, und Aussagen folgen, wie „Das bin Ich !“

Ich freue mich auf viele Menschen, ein Kennenlernen und vor allen Bilder

Thomas Bünning

Picture : Marie Helmschrott

Das war einfach richtig !

Gerade mal einen Monat ist es her, dass ich für mich die Entscheidung traf meine Portraitfotografie grundlegend umzustellen. Dieser Moment hat soviel in mir bewirkt. Nicht, das ich mich nicht schon vorher viel mit meinen Models beschäftigt hätte ! Es hat sich eigentlich nicht viel geändert. Aber der wichtige Schritt ist der gewesen, mich auf meine eigentliche Arbeit zu konzentrieren, noch mehr zu konditionieren, vor allem viel reduzierter zu arbeiten.

Der Mensch zählt ! Und dies merke ich in jedem der inzwischen durchgeführten Shootings. Zu Anfang einfach da zu sitzen, gemeinsam einen Kaffee zu trinken, evtl. noch etwas zu frühstücken, da wir uns wieder einmal kurz nach dem Aufstehen treffen. In einer entspannten Atmosphäre mit den Aufnahmen zu beginnen. Unterbrochen von einer weiteren Kaffeepause und den gemeinsamen Blicken auf das viel zu kleine Display der Kamera.

Was bleibt am Ende eines Tages ist viel Spaß, viel gewonnenes Vertrauen und wenig Aufräumarbeiten, da ich nur die Vorhänge zuziehen muss.

Ich freue mich über jeden der mich auf diesem (richtigen) Weg begleiten möchte.

Thomas

www.thomas-buenning.de

Without color – Why ?

Zufall, Idee, Eingebung oder doch nur einfach der überraschende Moment ?

Als ich mich entschied nur noch der Schwarzweiß-Fotografie zu folgen, war ich glücklich, endlich die Möglichkeit meines Sehens gefunden zu haben.

​Im Nachhinein, auch wenn ich noch ziemlich am Anfang bin, die richtige Entscheidung. Es geht um das Wesentliche, das Intensive und vor allem um eine Konditionierung in meiner Arbeit. Reduziert auf das, was Fotografie ausmacht.​

Es ist etwas Besonderes, nicht mit dem großen Plan in diese Shootings, in diese kreativen Momente zu gehen. Ja, das Ziel ist es, Bilder zu machen. Doch der Weg dahin ist spannend. Es geht darum, den Menschen kennenzulernen, viele, schöne, lange Gespräche zu führen. Bei einem Kaffee zu starten (oder auch zweien), Dinge zu erfahren, die uns Menschen doch ausmachen. Vielleicht dauert das sogar länger als das eigentliche Fotos machen. Ich interessiere mich für den Menschen, deshalb mache ich doch die Portraitfotografie. Jeder von uns hat Geschichte und ist eine, sich darüber auszutauschen, macht mich total zufrieden.

Und jeder andere, den das nicht interessiert, der soll (und das ist kein Abtun dieser tollen Arbeiten) sich andere Bereiche suchen.

Eines will ich auf keinen Fall mehr, diese „tiefgründigen“ Besprechungen über die Abläufe und Vorhaben in den Shootings. Meine Bilder sind die Aussage. Diese Besprechungen gaukeln uns doch sowieso nur vor zu wissen oder so zu tun. Sicherheit ist gesucht, damit ich den Anschein erwecke, zu wissen was ich tue ! Doch ich beraube mich der Kreativität und vor allem dem Spontanen ! Der Besonderheit des Menschen vor der Kamera, der agieren muss, interagieren muss, sich selbst findet und dadurch in Lage ist, mir diese Blicke und Gefühle zu geben. Wenn ich jedesmal da stehe, und sage ; „jetzt guck mal so, jetzt mach mal dies, usw.“  , ist da jemand noch authentisch, entdeckt sich dieser Mensch in den Bildern ? Ist es nicht viel ereignisreicher vor einem Ergebnis zu stehen, und von sich selbst überrascht zu sein. Die Möglichkeiten aufgezeigt zu bekommen, was tief hinter der Fassade steckt ? Welche Stimmung herrscht gerade, wie fühle ich mich, was möchte ich von mir preisgeben ? Dinge, die sich ergeben und nicht steuerbar sind !

​Deshalb mache ich das !

Ich verzichte auf dieses ganze Brimborium drumherum. Es geht um das Portrait (wie schreibt Andreas Jorns so schön ?) ob mit oder ohne Klamotten, der Mensch zählt.

Liebe Grüße, Tom