Mein Antrieb

Gerade war da mal wieder einer dieser Gedanken, und schwups ist er wieder weg. Dabei bin ich doch schon dabei, mir immer neue, tolle Zitate gleich aufzuschreiben, um alles was so richtig inhaltsvoll wirkt, mitteilsam zu behalten. Ich will doch auch so wichtig sein 😉

Klappt nicht, ich glaube, ich müsste immer einen Zettel in der Hosentasche behalten.

Sei´s drum. Kommt wieder, und irgendwann überholt mich ein neuer toller Gedanke.

In meiner Fotografie möchte ich Euch darstellen. Ihr sollt Euch finden und vor allem Euch entdecken. Es ist für mich einer der schönsten Momente wenn aus einer gemeinsamen Arbeit Zuspruch erwächst, wenn es heißt, „es war so entspannend und einfach mit Dir zu arbeiten und Spaß zu haben“  Schrieb ich schon, dass ich gar nicht so viel dazu beitrage ? Es liegt doch nur daran, dass ich Menschen um mich herum mag, und ich mich vor allem für sie und deren Leben interessiere. Wer das nicht tut, hat in der Portraitfotografie sowieso nicht zu suchen und soll Blümchen aufnehmen.

Was wollte ich schreiben ?  Vieles geht mir im Kopf herum, und eigentlich möchte ich Euch und der ganzen Welt dies offenbaren. Aber nur, weil es so toll ist ! Gestern hatte ich in außergewöhnliches Telefonat (ihr erinnert, dass sind diese Dinger, wo man sich direkt austauschen kann, ohne auf virtuelle Tasten zu tippen) mit einer super Frau aus der Ecke Leer. Leider haben wir uns noch nicht kennengelernt, also so Auge in Auge, doch seit (ich glaube) drei Jahren sprechen wir immer mal wieder. So auch gestern. Es wurden 45 wunderbare Minuten. Was ich in dieser Zeit an Zuspruch und Unterstützung erhalten habe, ist nicht in Worte zu fassen. Diese Menschin hat mir zu verstehen gegeben, was für eine Wirkung meine Bilder auf sie haben, was ich als Fotograf in ihr damit auslöse und, jetzt werde ich rot, ich bloß so bleiben soll, tiefgründig und sensibel, und auf mich aufpassen soll. „Farbe aus“  !  Und um noch einen draufzusetzen, erfahre ich, dass ich wohl jemals der einzige darf, der sie irgendwann mal fotografieren darf.

Danke Dir Bine !   Selten zuvor habe ich ein solches Kompliment erhalten

so, jedes Wort nun wäre eines zu viel, die nächsten Gedanken müssen warten

Ich wünsche Euch einen ereignisreichen Tag

Tom

ich ?

Ist ja gar nicht so einfach, immer die richtigen Worte zu finden. Deshalb – raus damit…

In den Vorberichten war ich nun schon vielfach auf die Umstände eingegangen, weshalb ich diese Art der Fotografie gewählt habe, weshalb black and white (und dann noch so eine tolle Titelwahl „without color“ ) , was mich an Euch als Menschen fasziniert, und und und …

Tatsächlich bemerke ich jedoch die wichtigste Sache am Tag des Shootings selbst.

Ankommen, Studio angucken, Koffer / Tasche auspacken, Sachen zeigen, anfangen wollen. NICHTS DA ! Bei mir gibt es vorweg einen Kaffee, evtl. ein zweites, drittes Frühstück, oder Mittag, und dann noch einen Kaffee. Das verwirrt, weil viele von Euch es so nicht kennen. Da ist der Koffer vollgepackt, und alles will gezeigt werden, vor allem muss alles auf die Bilder kommen, da bleibt nicht viel Zeit.

Doch !  Gerade dieses entspannte Vorgehen bringt uns noch näher und ermöglicht uns viele intensive, schöne, vor allem, authentische und menschliche Bilder. Und das schöne ist außerdem, wir brauchen keinen Koffer voller Outfits, es reichen wenige Kleidungs-stücke, ggf. auch mal keine, um zu Ergebnissen zu kommen.

Ich mache doch Portraits, dann muss ich mich doch vor allem für eines interessieren. Für den Menschen vor der Kamera !  Na klar, es sind hübsche Bilder die in dem Barbie-Stil von Facebook entstehen, doch seid das ihr ?

Wenn es gewollt ist, Pictures zu erhalten, die Euch in den Zwischenmomenten zeigen, dieser Moment, wo ihr für einen Augenblick die Kontrolle aufgebt, bekommt ihr euch.

Vielfach, nee eigentlich immer, ist die Verwunderung meines Models groß, wenn es an die Bilderauswahl geht, und Aussagen folgen, wie „Das bin Ich !“

Ich freue mich auf viele Menschen, ein Kennenlernen und vor allen Bilder

Thomas Bünning

Picture : Marie Helmschrott

Das war einfach richtig !

Gerade mal einen Monat ist es her, dass ich für mich die Entscheidung traf meine Portraitfotografie grundlegend umzustellen. Dieser Moment hat soviel in mir bewirkt. Nicht, das ich mich nicht schon vorher viel mit meinen Models beschäftigt hätte ! Es hat sich eigentlich nicht viel geändert. Aber der wichtige Schritt ist der gewesen, mich auf meine eigentliche Arbeit zu konzentrieren, noch mehr zu konditionieren, vor allem viel reduzierter zu arbeiten.

Der Mensch zählt ! Und dies merke ich in jedem der inzwischen durchgeführten Shootings. Zu Anfang einfach da zu sitzen, gemeinsam einen Kaffee zu trinken, evtl. noch etwas zu frühstücken, da wir uns wieder einmal kurz nach dem Aufstehen treffen. In einer entspannten Atmosphäre mit den Aufnahmen zu beginnen. Unterbrochen von einer weiteren Kaffeepause und den gemeinsamen Blicken auf das viel zu kleine Display der Kamera.

Was bleibt am Ende eines Tages ist viel Spaß, viel gewonnenes Vertrauen und wenig Aufräumarbeiten, da ich nur die Vorhänge zuziehen muss.

Ich freue mich über jeden der mich auf diesem (richtigen) Weg begleiten möchte.

Thomas

www.thomas-buenning.de

Without color – Why ?

Zufall, Idee, Eingebung oder doch nur einfach der überraschende Moment ?

Als ich mich entschied nur noch der Schwarzweiß-Fotografie zu folgen, war ich glücklich, endlich die Möglichkeit meines Sehens gefunden zu haben.

​Im Nachhinein, auch wenn ich noch ziemlich am Anfang bin, die richtige Entscheidung. Es geht um das Wesentliche, das Intensive und vor allem um eine Konditionierung in meiner Arbeit. Reduziert auf das, was Fotografie ausmacht.​

Es ist etwas Besonderes, nicht mit dem großen Plan in diese Shootings, in diese kreativen Momente zu gehen. Ja, das Ziel ist es, Bilder zu machen. Doch der Weg dahin ist spannend. Es geht darum, den Menschen kennenzulernen, viele, schöne, lange Gespräche zu führen. Bei einem Kaffee zu starten (oder auch zweien), Dinge zu erfahren, die uns Menschen doch ausmachen. Vielleicht dauert das sogar länger als das eigentliche Fotos machen. Ich interessiere mich für den Menschen, deshalb mache ich doch die Portraitfotografie. Jeder von uns hat Geschichte und ist eine, sich darüber auszutauschen, macht mich total zufrieden.

Und jeder andere, den das nicht interessiert, der soll (und das ist kein Abtun dieser tollen Arbeiten) sich andere Bereiche suchen.

Eines will ich auf keinen Fall mehr, diese „tiefgründigen“ Besprechungen über die Abläufe und Vorhaben in den Shootings. Meine Bilder sind die Aussage. Diese Besprechungen gaukeln uns doch sowieso nur vor zu wissen oder so zu tun. Sicherheit ist gesucht, damit ich den Anschein erwecke, zu wissen was ich tue ! Doch ich beraube mich der Kreativität und vor allem dem Spontanen ! Der Besonderheit des Menschen vor der Kamera, der agieren muss, interagieren muss, sich selbst findet und dadurch in Lage ist, mir diese Blicke und Gefühle zu geben. Wenn ich jedesmal da stehe, und sage ; „jetzt guck mal so, jetzt mach mal dies, usw.“  , ist da jemand noch authentisch, entdeckt sich dieser Mensch in den Bildern ? Ist es nicht viel ereignisreicher vor einem Ergebnis zu stehen, und von sich selbst überrascht zu sein. Die Möglichkeiten aufgezeigt zu bekommen, was tief hinter der Fassade steckt ? Welche Stimmung herrscht gerade, wie fühle ich mich, was möchte ich von mir preisgeben ? Dinge, die sich ergeben und nicht steuerbar sind !

​Deshalb mache ich das !

Ich verzichte auf dieses ganze Brimborium drumherum. Es geht um das Portrait (wie schreibt Andreas Jorns so schön ?) ob mit oder ohne Klamotten, der Mensch zählt.

Liebe Grüße, Tom

Fotografie – without color (new way)

So ein Mist !

Da hatte ich doch so einen schönen Text, um all das einmal zu schreiben, was mich in der Fotografie mal so wieder bewegt hat. Ganz tolle Worte…, so etwas fällt mir bestimmt nicht noch einmal ein.

Und …. , ist doch nicht so wichtig !

Meine Fotografie hat so viel mit Gefühl und dem Wohlfühlen zu tun, dass es doch sowieso egal ist !  Und jetzt ein toller Trick für alle die nicht zu Ende lesen wollen. Ganz unten steht meine Homepage einmal zum Anklicken. Bei allen anderen bedanke ich mich riesig fürs weiterlesen.

In den letzten Wochen sind mir recht außergewöhnliche Dinge passiert. Unabhängig voneinander habe ich einen solchen persönlichen Zuspruch von den verschiedensten Personen bekommen. Hätte ich nicht erwartet.

Das meine Protagonisten mir im Anschluss des Shootings sagen „Das hat Spaß gemacht“ freut mich schon immer riesig.

Dennoch sind mir zwei Gespräche im Gedächtnis geblieben. Zum first ; ein guter Freund, der mich zum wiederholten Male fragte, wann ich denn meinen eigentlichen Hauptberuf an den Nagel hängen würde und endlich das mache, was mir im Blut liegt. Den Menschen, denen ich so nah sein kann, noch mehr zu geben. Und vor allem, durch meine Bilder, auch anderen Menschen mich mitteile ?

Ich konnte es nicht beantworten, es hat mich schier umgehauen, und vor allem hat es mir die Augen geöffnet, dass ich doch mehr Menschen begeistern kann als ich das befürchtet habe. Oft stehe ich als beratender Fotograf gerne zur Seite, merke, dass ich durch meine Arbeit Menschen viel geben kann, vor allem in persönlicher Hinsicht. Hilfe in Form von Selbstvertrauen ! Ich spreche Mut zu, Dinge anzugehen, etwas umzusetzen.

Und nun das, …. Ich habe mich vergessen !

Diesen Weg wollte ich doch gehen, warum habe ich das noch nicht getan, warum bin ich noch an derselben Stelle. Ich mache noch immer dieselbe Arbeit, sitze und brüte vor dem Papier auf meinem Schreibtisch. Gut, die Fotografie ist mein Leben, sobald ich die Schaltuhr betätigt habe, dann beginnt es !  Aber warum dauert ein Tag so lange ?

Ich werde daran arbeiten, und alles dafür tun, meinen „Sinn des Lebens“ , eines meiner „big five“ umzusetzen und zu erfüllen. Versprochen !!!

 

Second ; eigentlich war ich bei einem Workshop gewesen, um etwas tolles von einem wundervollen Fotografen beigebracht zu bekommen. Sensual Portrait oder Sensual Nude , je nachdem ! Ist egal, ist dasselbe, das eine mal angezogen, das andere mal ohne Kleidung. Das was an Ergebnissen herauskommt ist identisch, denn es geht um den Menschen hinter den Eindrücken und Ausdrücken.  Ich schweife ab…

Als wir so ziemlich am Ende des Workshops waren, erhielt ich sowohl vom Model als auch vom Fotografen ein solches Lob, dass mich einmal mehr umhaute. Mir wurde einhellig gesagt, dass ich eine tolle Art und Ruhe und Gelassenheit habe, die es einfach macht, mit mir zusammenzuarbeiten. Und genau das ist es doch was ich will. Mit viel Entspanntheit an die Dinge heranzugehen, und dadurch die maximal möglichen Ergebnisse zu erzielen.

Menschen durch mich dazu zu bewegen, sich fallen zu lassen, und über Vertrauen und Wohlfühlen Bilder zu zeigen, die viele von uns schon gar nicht mehr kennen.

Danke an Andreas und Lara

Das mit den Bildern kennt ihr bestimmt. Mir ist in Teilen echt langweilig, wenn ich durch Facebook oder Instagram scrolle. Alles derselbe Kram. Konturenlose, ausdruckslose Gesichter, die in vielem dem entsprechen, was ich in den Katalogen und Zeitschriften sehe. Irgendwie gleich ! Jede (r) steht dort mit dem kontrollierten Gesichtsausdruck, der tagtäglich vor dem Spiegel aufgesetzt wird. Noch schlimmer vor dem Mobilphone, um dort Coolness und Mainstream zu zeigen. Ich sags ja – Langeweile

Jeder mosert, doch alle machen mit. Bilder, die so gar nicht zeigen, was tief im Innersten eines Menschen los ist und sein kann. Anonym wie jede Bahnfahrt, weil ein jeder nur noch  auf sein Telefon in der Hand starrt.

Und jetzt komme ich zu dem, was viel mehr Spaß bringt. Bilder mit den Zwischentönen, mit richtigem Lachen, Emotionen und Ausdruck.

Das ist meins, und mit dem beschäftige ich mich. Wer Lust auf so etwas hat, der ist herzlich willkommen sich bei mir einmal auszuprobieren.

Schaut Euch auf meiner Homepage , ich freue mich auf viele Rückmeldungen und Meinungen.   Homepage Thomas Bünning

 

Euer Tom Bünning